Wirtschaft - Aufschwung oder Niedergang?

Währen manche Politiker noch vollmundig die Erfolge in der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit feiern, stellen sich Wirtschaftsexperten die Frage, ob der kurzfristige wirtschaftliche Aufschwung nicht bereits seinem Ende zugeht. Die internationale Finanz- und Immobilienkrise hat dazu beigetragen, dass sich die deutsche Wirtschaft doch nicht so gut entwickeln kann, wie es eigentlich erwartet wurde. Dadurch dass nun der Steuerzahler zur Deckung von Bankenfehlspekulationen herangezogen werden muss, fehlt dem Staat wieder Geld für investive Ausgaben. Unter dem Rückgang öffentlicher Aufträge wird insbesondere das Handwerk wieder zu leiden haben.

Eine Belebung der Wirtschaft erfordert aber eine sichtbare Verstärkung der Inlandsnachfrage. Solange durch erhöhte Preise für Lebensmittel und Energie dem Bürger immer weniger Geld zur Verfügung steht, wird ein entsprechender Nachfrageschub ausbleiben. Es muss abgewartet werden, inwieweit die abgeschlossenen Tarifverhandlungen einen Beitrag zu einer Trendwende leisten.

Die geringfügige Erhöhung der Altersrenten hat sicherlich keine positiven Auswirkungen auf den Konsum. Durch steigende Beiträge zur Plegeversicherung wird dieser Betrag ohnehin fast gänzlich aufgezehrt. Einen positiven Beitrag zum Verbraucherverhalten könnte die vorgesehene Anhebung der Besoldung der Beamten und Versorgungsempfänger leisten. Hierbei handelt es sich um eine Zielgruppe, die im Regelfall das Geld nicht nur zur Deckung der festen Kosten benötigt. Die Wirtschaft könnte davon profitieren, dass das Transrapid- Projekt in Bayern nicht verwirklicht wird. Wenn der Bund die eingesparten Finanzmittel für den Ausbau der anderen Verkehrswege einsetzen würde, wäre damit auch eine Belebung des Arbeitsmarktes verbunden.

Im Hinblick auf die Export-Erfolge der deutschen Wirtschaft bleibt abzuwarten, in welche Richtung sich der Dollarkurs verändert. Ein stärkerer Dollar könnte für deutsche Firmen auf dem Weltmarkt hilfreich sein.
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